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Der FABW-Lehrgang in Murrhardt

Kurz und gut!

Aikido-Lehrgang des Fachverbands für Aikido in Baden-Württemberg e.V. (FABW) mit Lehrern verschiedener Stilarten am 14. und 15. Oktober 2006

Wir befinden uns im Jahre 38 nach O-Sensei. Ganz Deutschland ist vom Aikido-Spaltpilz befallen. Ganz Deutschland? Nein! Eine kleine Schar hoffnungsvoller Aikidoka aus einer schwäbischen Kleinstadt hört nicht auf der Spalteritis erfolgreich Widerstand zu leisten.

Zum 12. mal fand der stilübergreifende FABW- Freundschaftslehrgang in Murrhardt statt. Die besondere Präsentationsform spiegelte deutlich die geistige Einstellung der organisierenden Aikido-Gruppe Mushin Rengo. Mushin („freier Geist“) ist somit nicht nur Name sondern auch Programm. „Die Idee zum Namen kam mir bei einem Spaziergang“, so Gerhard Kurz, 4. Dan Aikido, Gründer des Mushin Rengo, Generalsekretär des FABW und Initiator dieses Aikido-Highlights im Süden Deutschlands.

In diesem Jahr war es besonders spannend zu erfahren, welche Lehrer unterrichten werden. Die deutsche Aikidolandschaft ist ja ganz üppig. Da gibt es „normales Aikido“ und Aikido à la Iwama-, Tendo-, Aiki-, Kobayashi-, Mushin-, Nishio-, Shinki-, Shinshin-, Yoshin-,... und die sind organisiert als -Rengo, -Kai, -Ryu, -Föderation, -Bund, -Union,... puh ... das klingt nach babylonischer Sprachverwirrung.

Doch Gerhard Kurz hatte den Durchblick und folgende Lehrer eingeladen:

Alle Lehrer waren in der Gestaltung ihres Trainings vollkommen frei, ergänzten einander mit Fingerspitzengefühl und präsentierten Aikido als Sprache des Verstehens und der Freundschaft.

"Es kommt auf die innere Haltung an", erklärt Gerhard Kurz nach der rituellen Begrüßung im letzten Training, welches er traditionell selbst leitet. Bemerkend, nicht bewertend nahm er damit Bezug zu den unterschiedlichen Begrüßungsritualen an diesem Wochenende. "70 Prozent der Technik sind der Eingang", so hob er Stand, Distanz, Sabaki besonders hervor, um eine Position zu erlangen, die Nage die Freiheit gibt "jede Technik zu machen". Wie er dann in seiner gelassenen Art ganz überraschend und überzeugend aus solch einer Position mit einer Technik abschließt, erinnert er einen Moment an den verstorbenen Großmeister André Nocquet. Kein Wunder, schließlich war André Noquet sein Lehrer.

"Der Lehrgang war echt saugut" schwärmte Frank Siegle vom Aikido-Club Stuttgart nach den beiden Tagen im schwäbischen Gemüts- und Sprachzustand. Er war wegen seines Lehrers Michael Zimnik zum ersten Mal in Murrhardt dabei gewesen. 363 mal muss er noch schlafen, dann ist es wieder soweit.

 

Von: Janina Eisner   Erstellt am:2007-01-18    Letzte Änderung:2007-02-05

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